Mitte des Jahres 2025 ging ein Antrag zur Kostenübernahme für einen AVATAR für einen Jungen mit Namen Jonathan bei uns ein. Jonathan leidet an ME/ CFS, wohnt in Brandenburg und hatte gerade auf die weiterführende Gesamtschule nach Panketal gewechselt. Nach einigen wichtigen Prüfungen haben wir die Kosten gerne übernommen.
Im September bekamen wir dann einen weiteren Antrag zur Kostenübernahme eines weiteren AVATAR und auch dieser Antrag stammte aus Panketal, dem Wohnort von Jonathan. Geschrieben war er von Silke Herrmann für ihren 16-jährigen Sohn Nico, der aufgrund unter anderem einer Autismus-Erkrankung das Lernen in größeren Gruppen nicht mehr schafft.
Der Avatar unterstützt bei Nicos Autismus Spektrum Störung
Nico ist beliebt in seiner Klasse, aber jeder Auftritt in der Klasse stresst ihn extrem. Nico ist einer der besten Schüler im mathematischen Bereich. Die Lehrer nehmen einen lernbereiten, sympathischen jungen Mann war. Die Sonderpädagogin Sina EInschenk stellte zwischen Vater René von Jonathan und Mutter Silke von Nico den Kontakt her. René berichtete vom AVATAR, der inzwischen seinem Sohn tatsächlich das Lernen von zuhause ermöglicht und fragte, ob dies nicht auch für Nico eine Hilfe darstellen könne.
Immerhin möchte Nico sehr gerne den Mittleren Schulabschluss machen. Silke dachte nur kurz nach, nahm ihren ganzen Mut zusammen und schrieb an unseren Verein Menschen für Kinder einen Antrag zur Kostenübernahme. Sie ist alleinerziehend und der AVATAR scheint eine echte Lösung des Problems zu sein. Aber die Geldmittel sind knapp, der AVATAR ist nicht wirklich günstig und das Budget reicht einfach nicht zur Anschaffung.
Jonathan und Nico gehen auf die gleiche Schule
Wir und Silke Herrmann kamen miteinander ins Gespräch und schnell wurde klar, dass beide Kinder in dieselbe Gesamtschule (Wilhelm-Conrad-Röntgen-Schule Zepernick) mit diesen so engagierten LehrerInnen und der so herzerfrischend aktiven Sonderpädagogin Sina Einschenk nach Panketal gehen. Ein echter „Sechser im Lotto“. Die Schule war bereit auch diesen AVATAR im Unterricht zu erlauben. Es gibt Lehrer und Mitschüler, die sich verantwortlich fühlen, den kleinen freundlichen Roboter auch bei Klassenzimmerwechseln mitzunehmen. Die Entscheidung in unserem Vorstand zur Anschaffung des AVATAR fiel ohne Gegenstimmen.
Bereits 14 Tage später war auch dieser AVATAR in der Schule im Einsatz. Mithilfe des wirklich guten Supports von der Firma No Isolation aus München waren die kleinen Hürden mit der Einbindung ins WLAN schnell genommen. Silke und ihr Sohn Nico haben dem kleinen Helfer bereits einen Namen gegeben. „Kalle“ wird dadurch quasi zum Verbündeten.
Nicos bester Weg zur Mittleren Reife
Aus dem gesamten Vorstand drücken wir Nico nun aus der Entfernung ganz kräftig die Daumen, dass es mit der Mittleren Reife auch klappt. Immerhin ist das ein sehr großer Wunsch von Nico. In seiner Freizeit verbringt Nico viel Zeit mit Lego Technik und motorbetriebenen Fahrzeugen. Hier kann er ausgestattet mit einem gewissen Talent mit Motoren, Zahnrädern, pneumatischen Elementen sehr komplexe Gebilde und Modelle erschaffen. Daraus hat sich auch schon ein weiterer, großer Wunsch für die Zeit nach der mittleren Reife ergeben: ein Praktikum bei BMW Motorrad wäre der nächste große Wunsch. Da die MBW-Motorräder hauptsächlich im Werk in Berlin Spandau gebaut bzw. montiert werden, liegt dieser Wunsch vielleicht auch noch im Bereich des Möglichen und die Realisierung quasi vor der Tür. Mal sehen, was die Zukunft bringt.
Auf dem Bild oben ist zu sehen: rechts Silke Herrmann (Mutter von Nico) und MfK-Vorstandsmitglied Martin Vogler






