Wir kennen Julia Hauer bereits seit ihrer Zeit in Düsseldorf und anschließend in Dresden, sodass wir natürlich den Kontakt auch gehalten haben, als Sie die neue Chefärztin des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin wurde, welches die München Klinik und das Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München gemeinsam betreiben.
Wir schätzen Julia Hauer und ihre sehr engagierte Art sehr. Sie setzt sich zum einen dafür ein, dass sich die medizinische Versorgung in der Kinderklinik eng an den Bedürfnissen von Kindern und ihren Familien orientiert. Zum anderen legt sie großen Wert darauf, dass Wissenschaft und Medizin noch enger zusammenarbeiten, um neue Studienergebnisse auch rasch im klinischen Alltag umzusetzen.
Studie zu neuen Ansätzen gegen die Leukämieerkrankung
Im Oktober erhielten wir einen Förderantrag zur TRIO-Studie über 55.000 Euro, bei dem es sich auch nach fachlicher Beurteilung um neue Ansätze bzw. Präventionsstrategien gegen die Leukämieerkrankung handelt. Die Kinder mit einem hohen Risiko findet man durch zusätzliche Betrachtung des Erbgutes von Vater und Mutter (TRIO = alle drei). Unser Vorstand zeigte sich beeindruckt und stimmte der Förderung zu. Kurz vor Weihnachten gab es dann auf der „Südtour“ in München ein Treffen mit Prof. Dr. Julia Hauer und ihrem Team, bei dem wir einen Spendenscheck überreichen konnten.
Als Überraschungsgast war Jürgen Tonkel (Bühnen- und TV-Schauspieler – bekannt u.a. als Hauptkommissars „Paul Böhmer“ in der Krimi-Reihe „Die Chefin“) mit dabei, der auch Botschafter der Leukämie-Stiftung ist. Das Team um Julia Hauer stellte anschaulich und für den Laien verständlich einzelne Schwerpunkte der täglichen Forschungsarbeit vor. Ein Besuch auf der Station durfte nicht fehlen. Im Anschluss ließ es sich Julia Hauer nicht nehmen, mit den Vorstandskollegen Dieter Greilich, Patrick Barget und Martin Vogler einen Abstecher auf den Weihnachtsmarkt zu machen und anschließend zum gemeinsamen Abendessen zu gehen.
Zum Hintergrund des Förderantrages
Mit dem Team von Julia Hauer konnten Kinder identifiziert werden, die ein erhöhtes Risiko für Leukämie haben, und bei denen das Immunsystem entscheidend an der Entstehung von Leukämiezellen beteiligt ist. Es besteht die – vermutlich nicht unberechtigte Hoffnung – dass man bei Kindern mit hohem Risiko durch eine frühzeitige Stärkung des Immunsystems eine Erkrankung verhindern kann. Zu diesem Zweck wurde der Einfluss von Rotavirus- und BCG-Impfungen untersucht.
Durch die Förderung dieser Untersuchungen von MfK hat das Team um Frau Prof. Julia Hauer in der Folge bedeutende Gelder wie den ERC Grant und die Exzellenzförderung der Deutschen Krebshilfe erhalten. Diese Unterstützung zeigt wie sichtbar und innovativ dieses Forschungsgebiet ist. Zusammengefasst heißt das: Die Prävention und frühzeitige Erkennung von Leukämie stehen im Mittelpunkt der Arbeit in München, die mit drei weiteren sehr ausführlich beschriebenen Arbeitspaketen in das Jahr 2026 gehen. Wir drücken sehr die Daumen für die Forschung und deren Umsetzung in den Klinikalltag.
Die folgende Aussage von Julia Hauer beschreibt sehr anschaulich das Ziel der Arbeit: „Vielversprechende Erkenntnisse aus der Wissenschaft müssen für Kinder ganz schnell in die medizinischen Therapien einfließen. Denn Kinder haben viele Lebensjahre vor sich, die sie in bestmöglicher Gesundheit verbringen sollen.“










